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Die Geschichte unseres Sportvereins ist unabdingbar mit der Entwicklung des Ortes, der Region und seiner Menschen verbunden.  Auch aus dieser Geschichte  ist zu ersehen, dass das freiwillige Miteinander von Menschen in einem Club relativ stark durch Persönlichkeiten geprägt wird. So müssen und sollen auch zwangsläufig immer die Namen derjenigen genannt werden, die Ereignisse und Prozesse im Club bewirkten.


1930 - 1939

Das Ruhrgebiet war von den Folgen der „Weltwirtschaftskrise“ hart getroffen - vier Millionen Arbeitslose im Jahr 1930; im Jahr 1933 waren es sogar siebeneinhalb Millionen - und trotzdem gründete eine kleine Gemeinschaft junger Bürger des Bochumer Ostens unseren Tennisclub.

   1930
"Beim Bau der Tribüne.
Wir erkennen:
Alwin Pforr,
Karl Marziniak,
Werner Häcker,
Heinrich Voß,
August Schremb mit Sohn
und Karl Müller,
Otto Esser,
Reinhard Schulz,
Theo Sonntag,
Günter Schamp,
die Brüder Friedhelm und
Wolfgang Heinzer,
Heinrich Gutmann
und Alfred Loges."

Herr Dr. Werner Stein wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Leicht vorzustellen, dass öffentliche Finanzmittel für den Tennisplatzbau nicht zur Verfügung standen. Die jungen Mitglieder wussten nicht einmal wo die Anlage errichtet werden sollte.





Dennoch frönte man dem weißen Sport: in Lütgendortmund bei Kleffmann, an den Drahtwerken in Langendreer und im Rechener Wald. Hier wurden auch die ersten  Clubmeisterschaften 1930 ausgetragen. Es gewannen, die in der Folgezeit erfolgreichen Spieler, Margot Esser bei den Damen und Alwin Pforr bei den Herren.




 



Gründer des TC Rot-Weiß e.V. Bochum-Werne

          Bevers, Hermann
Brämer, Herbert
Brämer, Otti
Dörr, Martha
Dörr, Otti
Esser, Otto
Esser, Margot
Grewe, Willi
Günter, Regine
     Kersten, Heinz
Kersten, Walther
Kiese, Otti
Mohnen, Margret
Oswald, Dr. Alfred
Geschwister Otten
Pforr, Alwin
Pforr, Cläre geb. Neuhoff
Pollmann, Franz
     Pork, Lotti
Pork, Hugo
Prior, Karl
Reker, Heinrich
Stein, Maja
Stein, Dr. Werner
Verse, Adalbert
Winkelmann, Elisabeth
Winkelmann, Herbert

Dann wurde das Gelände am Werner Park als gut befunden und von der Familie Voß-Grieb gepachtet. Mit viel Engagement wurde der Platzbau begonnen. Jeder packte zu, um das Gelände zu entwässern, einzuebnen und es mit einer Packlage zu versehen.








1931: Der erste Bau der Platzanlagen in Selbsthilfe...

Schließlich konnte im 1931 zum ersten Mal auf zwei neuen Plätzen gespielt werden. Viele Meisterschaftsturniere wurden errungen. So waren in den Jahren 1932 bis 1939 Heinz Kersten, Otto Esser, Heinrich Voß, Margot Esser und Alwin Pforr erste und zweite Stadtmeister von Bochum in der B-Klasse.




Erste Pressemitteilung:

"Eine hübsche Anlage"

"Der Tennis-Klub Rot-Weiß Werne hat sich in dem alten Werner Park eine neue Platzanlage geschaffen, die durch ihre schöne Lage gut gefällt."


 

1940 - 1946

Nach Kriegsbeginn spielten nur noch Frauen und Jugendliche Tennis auf der Anlage. Ab 1941 war die Platzanlage verweist, niemand dachte mehr an den weißen Sport. Schließlich wurde sogar 1944 unsere Anlage durch einen Bombenangriff vollständig zerstört.
 

1947 - 1954

Nach langen, harten, entbehrungsreichen Jahren regte 1947 Herbert Rokoss an, den Club TC Rot-Weiß wieder zu gründen. Hierzu mussten innerhalb der britischen Besatzungszone aber viele Hindernisse überwunden werden. Hinzu kam, dass die einstige Anlage eher mit einer landwirtschaftlichen Anbaufläche zu vergleichen war, denn mit Tennisplätzen. Dies lag daran, dass jeder Quadratmeter unbebauter Boden nach 1945 für die Erzeugung von Nahrungsmitteln genutzt wurde. Dennoch erfolgte am 22. Dezember 1947 im Gasthaus Kraney die Gründerversammlung. Zum ersten Vorsitzenden wurde Carl Rübke gewählt. Als Leiter des Platzbauausschusses wurde Otto Esser.

Er ergriff die Initiative und trieb alle an. Unter seiner Regie wurde 1948 mit dem Wiederaufbau der Platzanlage begonnen. Jedes Mitglied erwarb für 30 DM einen Baustein. Dieser DM-Betrag stellte für die Nachkriegszeit eine sehr große Summe dar. Darüber hinaus mussten Pflichtarbeitsstunden in den Bau der Tennisplätze investiert werden. Dank dieses Arbeitseinsatzes konnten so in kurzer Zeit, und zwar am 29. Mai 1949, die neuen Plätze eingeweiht und ihrem Spielbetrieb übergeben werden.

Allerdings mangelte es noch an einem gemütlichen Clublokal. Dieses war ein Jahr später  (05. August 1950) fertig gestellt. Ein neuer Name brauchte nicht gesucht werden, man war sich einig, für das Haus „Die Glocke“ beizubehalten.
                                                         
Anders als heute herrschte großer Andrang, so dass ein weiterer Platz 1952 für den Spielbetrieb zur Verfügung stand. Ebenfalls ist hier Otto Esser als treibende Kraft wieder zu erwähnen.


                                                                                                  Altes Clubhaus






Eine Quittungskarte aus dem Jahre 1950 für gezahlte Beiträge

 

1955

In diesem Jahr feierte der Club sein 25-jähriges Bestehen. Auf den durch die neue überdachte Tribüne bereicherten Plätzen an der Kreyenfeldstraße erlebten die zahlreichen Zuschauer spannende hochklassige Tennismatche.  Bei den Senioren triumphierten Pforr/Esser über die Wittener Wagner/Hunecke mit 6:3, 7:5. Immer wurde mit Balljungen gespielt und die Plätze waren auch nicht von den Spielern abzuziehen. Dieser Wandel setzte erst 1965 ein.  Der Jugendwanderpokal blieb beim TC Rot-Weiß Werne.

Dem Festakt, der samstags im Gasthof Berg unter Anwesenheit des Stadtdirektors, des Stadtverordneten und vieler befreundeter Vertreter Bochumer Tennisvereine stattfand, folgte am Tag darauf ein bunter Abend im eigenen Tennislokal. Hier bereits zeigten die Mitglieder, die auch heute noch bestehende, ihre Begeisterung für die Ausrichtung von Festen. „Die Glocke“ bildete den Mittelpunkt des festlichen und darüber hinaus auch abendlichen Lebens vieler Clubmitglieder. 


1968

Am 28. August 1968 konnte auf der Anlage an der Kreyenfeldstraße ein eigenes Clubhaus eingeweiht werden. Es war vor allem auf das Betreiben des 1. Vorsitzenden Koschnick, seines Vertreters Voll und der Planer Häcker und Voss zurückzuführen. Das Clubleben erreichte im Clubhaus und bei Festen seinen Höhepunkt.

 
1970 – 1992


Zunehmend wurde der weiße Sport attraktiv, die Mitgliederzahl lag 1975 bei über 300. Endlich konnte ein vierter Platz gebaut werden, und zwar in der Nähe der ehemaligen Schachtanlage Amalia.

Bedingt durch den großen Zuspruch entschloss sich der Vorstand im Jahr 1980 zum Bau einer größeren Platzanlage am Werner Hellweg, unserem derzeitigen Spielort. Acht Freiplätze und 2 Hallenplätze wurden mit Clubhaus und Umkleiden sowie 40 PKW-Stellplätze unter Mithilfe der Clubmitglieder geplant.  

Hintere Reihe:
Hubert Koschnick und W. Arends

Mittlere Reihe:
Werner Häcjer, Uwe Neuhoff und Gerd Strozyk

Vordere Reihe:
Winfried Heese (Geschäftsführer),
Dieter Schlierenkämper (Kassierer Clubhaus)

Es fehlt:
Karl-Heinz Przygodda (Beauftragter für Sonderaufgaben)

           Der Jubiläums-Vorstand im Jahre 1980

Der Beginn der Bauarbeiten an der „Neuen Anlage“ erfolgte 1980. Die drei ersten Plätze und die neue Halle sind im Jahr 1982 spielbereit und werden von den Mitgliedern freudig angenommen.  Ergänzt wurden die Spielmöglichkeiten durch die Fertigstellung der Plätze 4 und 5 im Jahr 1986. Fertiggestellt wurde die Gesamtanlage mit den Plätzen 6,7 und 8 schließlich im Jahr 1992.
 

1993 - 2002

Die Mitgliederzahlen in vielen Vereinen sanken, auch beim TC Rot-Weiß Werne.   Der Vorstand entschloss sich die Kostenbremse zu betätigen und die nicht mehr ausgelastete Platzanlage an der Kreyenfeldstraße zu veräußern. Erst 2002 konnte dieser Verkauf realisiert werden. Mancher Senior und manche Seniorin trauern auch heute noch der alten Anlage an der Kreyenfeldstraße nach. Jedoch zeigte sich diese Entscheidung als eine für die Vereinsfinanzen sinnvolle.
 

2003 – 2005

Überwiegend in Eigeninitiative wurde in dem Jahr 2003 der Beachvolleyballplatz erbaut. Insbesondere junge Spieler und Kinder freuen sich über diesen neuen Sportanreiz neben dem Center Court unserer Anlage.

Sportlich waren alle Mannschaften durchaus sehr erfolgreich. Die vielen Trainingsstunden zahlten sich aus. Dieses zeigte sich auch bei Nina und Tom Brill, die sich im Sommer 2004 in Fleesensee in Mecklenburg-Vorpommern für die „KIA Amateur Australien Open“ qualifizierten. Im Januar 2005 traten beide die wohl längste Anreise zu einem Tennisturnier an. 

Das alljährliche Herbstfest des Clubs entwickelte sich unter der Organisation des Festausschusses und der engagierten Beteiligung sehr vieler Clubmitglieder zu dem „Event“ des Jahres. Zahlreiche Besucher genießen jeweils am ersten Samstag im November das kreative Festprogramm. Hier zeigen die Mitglieder ihre Showtalente. Begeisterung ist nicht nur bei den Akteuren, sondern auch beim Publikum festzustellen. Das harmonische Miteinander aller klingt durch das Herbstfest zum Ende des Jahres aus.

Auszeichnung als WTV "Verein des Jahres 2005"!
Über 900 Tennisvereine zählt der Westfälische Tennisverband (WTV) und zahlreiche Vereine führen ein erfolgreiches Vereinsmanagement. Ihre Konzepte und Ideen sind so erfolgreich, dass sie zumindest über keine Mitgliederverluste Klage führen müssen. Damit auch andere Vereine von den Konzepten derer profitieren können, führt der WTV seit drei Jahren alljährlich die Wahl zum >Westfälischen Verein des Jahres< durch. Verbunden mit der jeweiligen Wahl sind für die drei Erstplatzierten Geldspenden für die Jugendkasse. 750 Euro erhielt der TC Rot-Weiß Bochum-Werne für den 1. Platz. Ausgezeichnet wurde unser Verein, da er sich mit einem Marketingkonzept neu in der Öffentlichkeit positioniert hat. Dies wurde auch äußerlich sichtbar, denn der 75 Jahre bestehende Club hat sich ein modernes Logo gegeben. Mit zeitgemäßer Öffentlichkeitsarbeit – das beginnt beim Internetauftritt und endet bei professioneller Pressearbeit – wurden Mitgliedskampagnen und Sponsorenakquise betrieben. Ziel war es unter anderem, nicht nur im Jahr 2005 keine Mitgliederverluste mehr hinzunehmen, sondern zugleich die Zahl der jugendlichen Neueintritte um 50 Prozent zu steigern. Dieses ist auch eindrucksvoll gelungen, denn es konnten immerhin 13 Neuaufnahmen im Erwachsenenbereich vermeldet werden und die Neuaufnahmen von jugendlichen Tennisspielern wurden mit 36 Jungen und Mädchen geradezu verdoppelt. Der Anreiz, sich den Rot-Weißen anzuschließen, wurde mit einem umfangreichen Trainings- und Turnierkonzept sowie mit einem interessanten Unterhaltungsprogramm für den Nachwuchs geschaffen. „Nicht der Tennissport ist in der Krise, sondern die Vereinsführungen“, sagte Nina Brill, die die Auszeichnung für ihren Club entgegennahm. Ihrer Meinung nach sind vielfach die Probleme der Tennisclubs hausgemacht, denn allzu lange wird an eingefahrenen Strukturen festgehalten. 
(Quelle: Homepage des WTV)


2006 - 2009 
         
In 2007 entwickelte der Vorstand um den Vorsitzenden Hermann Fischedick die Idee einer
Hallensanierung. Der Hallenboden war sehr abgenutzt, an vielen Stellen bereits geflickt oder löchrig,
die Giebelwände waren mit Styropor-Platten verkleidet, die durch Ball-Einschläge kaputt waren und bröckelten und auch die Heizung war nicht mehr effizient wenn man heutige Maßstäbe anlegt.
Sanierung schön und gut, aber wie sollte diese finanziert werden?

       

                                             Die Tennishalle vor der Sanierung

Wir waren der erste Tennisverein in Bochum, der einen Antrag auf Sportstätten-Zuschüsse bei der Stadt stellte und zu unserer Überraschung auch genehmigt bekam. Normal werden städtische Zuschüsse eher für öffentliche Fußballplätze, Turnhallen oder Schwimmbäder gewährt. Durch den fast 40%igen Zuschuss der Stadt Bochumwurde die Hallensanierung inklusive neuer Heizungsanlage finanzierbar.

Im Rahmen des Tag der offenen Tür und des Sommerfestes am 28.06.08 konnten wir nach gelungener Sanierung unsere Tennishalle wiedereröffnen. Zur Eröffnung konnten wir auch die Leiterin des Stadtsportbundes, Frau Gaby Schäfer, und Herrn Herzog vom Sport-u. Bäderamt der Stadt Bochum begrüßen, mit denen wir gemeinsam symbolisch das Eröffungsband durchschnitten. Dank galt allen beteiligten Firmen für Ihre termingerechte und kostenbewusste Arbeit. Hierzu gehörten die Firmen Dittrich, Elektro Büttner und Steiner u. Prygodda aus Schauen im östlichen Harz. Der Verein bedankt sich ebenfalls für die vielen fleißigen Helfer aus der Mitgliedschaft, die im Vorfeld die Planungen betrieben haben und bei der Bestellung günstiger Baumaterialien geholfen haben, sowie bei dem Hallenverwalter Jochen Martinius, der die Oberaufsicht über die Arbeiten hatte. 



                Vereinshistorie  Jahr            Historische Ereignisse
   
 Vereinsgründung des Tennisclubs
Rot-Weiß e.V. Bochum-Werne
  1930  
 
 Max Schmeling wird Box-Weltmeister
 
Baubeginn der Platzanlage am Werner Park  1931Bau des Empire State Buildings
Nach einem Bombenangriff ist die Tennis-
anlage zerstört.
  1944
 
Premiere des Kinofilms 'Große Freiheit Nr. 7'
mit Hans Albers
Wiedergründung des Vereins
 
  1947
 
Erstmals wird von einem US-Piloten die
Überschallgeschwindigkeit erreicht.
Bau von 2 Plätzen und Wiederaufnahme des
Spielbetriebs
  1949
 
Gründung der BRD und der NATO
 
Ein dritter Platz wird gebaut.  1951Die Herz-Lungen-Maschine wird erfunden.
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums wird
eine Tribüne gebaut.
  1955
  
James Dean verunglückt mit 24 Jahren.
Der 10millionste Käfer wird fertiggestellt.
Einweihung des Clubhauses
 
  1968
 
Mit Neil Armstrong und Edwin Aldrin betreten
die ersten Menschen den Mond.
Ein vierter Platz entsteht auf dem ehe-
maligen Zechengelände 'Amalia'
70er J.
 
1972 Olympische Sommerspiele in München.
1973 Ölkrise - 1978 Erstes Retorenbaby.
Beginn der Bauarbeiten der heutigen 'Neuen
Tennisanlage' am Werner Hellweg
  1981
 
Der erste Computer kommt auf den Markt.
Prinz Charles heiratet Lady Di.
Die ersten 3 Plätze und die Halle sind
bespielbar.
  1982
 
Helmut Kohl wird Bundeskanzler.
 
Plätze 4 und 5 kommen dazu.
 
  1986
 
Boris Becker gewinnt zum zweiten Mal
Wimbledon.
Die Plätze 6, 7 und 8 werden fertig gestellt.
 
  1992
 
Bill Clinton gewinnt die Präsidentschafts-
wahlen.
Der TC Rot-Weiß e.V. Bochum-Werne feiert
seinen 70. Geburtstag.
  2000
 
Stefan Raab vertritt Deutschland beim Grand
Prix mit "Wadde-hadde-du-denn-da".
Der Beachvolleyball-Platz wird fertiggestellt.

   
  2003In Deutschland beschäftigte die Bevölkerung
vor allem ein Thema: die Diskussion um das
anstehende Reformwerk, die "Agenda 2010".
Der TC Rot-Weiß e.V. Bochum-Werne feiert
sein 75-jähriges Jubiläum.
  2005Deutschland gewinnt gegen Argentinien
den ARAG World Team Cup in Düsseldorf.


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